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SV Zistersdorf – SVJS 2-2

SV Zistersdorf – SVJS 2-2 (0-2); Rötzer, Lehner; Giertl, Diem

Erneut ein Spiel aus der Hand gegeben und noch glücklich einen Punkt geholt

Nach der vorwöchigen Heimpleite gegen Poysdorf, mussten wir diese Runde beim Schlusslicht in Zistersdorf antreten und uns war bewusst, das wir von dort auf alle Fälle was mitnehmen mussten. Eigentlich hätten es drei Punkte sein müssen, geworden ist es dann einer und wenn wir noch zehn Minuten gespielt hätten, wären wir wieder mal mit leeren Händen da gestanden.

Zistersdorf hatte nach acht Runden gerade mal einen Zähler auf dem Konto, was aber der Qualität dieser Mannschaft durchaus nicht gerecht wurde. Außerdem sind wir ja fast schon dafür berühmt, tote Hunde wieder aufzuwecken.

Das Spiel selbst konnte für uns gar nicht besser beginnen, denn bereits in der dritten Minute stand Giertl ganz alleine vor Zistersdorfs Tormann Koller und lässt diesem nicht den Funken einer Chance. Ein Auftakt nach Mass und eigentlich eine schallende Ohrfeige für Zistersdorf – wollte man meinen.

Diese waren jedoch nicht geschockt und trachteten danach, so schnell wie möglich den Ausgleich zu erzielen. Mit hoher Laufbereitschaft und grossem Kampfgeist erarbeiteten sie sich eine optische Feldüberlegenheit, ohne allerdings die ganz grossen Chancen herausspielen zu können. Die grösste hatte Christoph Prem als er nach cirka einer Viertelstunde alleine vor dem Jedenspeigner Schlussmann stand, jedoch an dessen glücklicher Fussabwehr scheiterte.

Zistersdorf versuchte über die Flügel zum Erfolg zu kommen bzw suchten sie immer ihren Paradestürmer Zillinger, welcher aber von Rischawy recht gut bewacht wurde. Auch sein Pendant Donis, sowie Libero Gartler waren bei brenzligen Situationen immer zur Stelle und auch das Mittelfeld hielt so gut wie möglich dagegen. Offensiv hatten wir auch noch einige gute Aktionen und zum eigentlich optimalsten Zeitpunkt erzielten wir das 2-0.

Ein Weitschuss von Diem wird abgefälscht und findet den Ball ins Zistersdorfer Gehäuse, keine Chance für den jungen Koller diesen Ball abzuwehren. Danach ertönte der Halbzeitpfiff und mit einem beruhigendem Vorsprung ging es in die Kabinen.

Dort besprach man, an unserer Taktik festzuhalten und weiter konsequent die Zweikämpfe anzunehmen. Obendrein wollte man vielleicht noch den einen oder anderen Konter fahren, der uns die endgültige Entscheidung bescheren sollte. 

Die Chance hatten wir dann auch, als Kohut in der, glaub ich, 50 Minute, den Ball aus kürzester Distanz an die Unterkante der Latte setzte, der Ball aber nicht ins Tor ging – das wäre höchstwahrscheinlich der Sieg für uns gewesen. Kurz darauf musste Hofstetter, der bis dahin sehr stark agiert hatte, angeschlagen den Platz verlassen und wurde durch Reichel ersetzt. Was dann passierte, bleibt mir bis heute ein Rätsel, vorallem weil es nicht das erste Mal ist, das wir uns so präsentiert haben.

Wir gaben quasi das Mittelfeld preis bzw hielten wir kaum noch konsequent dagegen. Während Zistersdorf sofort Druck auf unseren ballführenden Spieler machte, diesen damit zu Fehlern zwang und so den Ball eroberte, agierten wir behäbig und unkoordiniert. Leichte Ballverluste machten der Hintermannschaft das Leben immer schwerer und auch dumme Fouls gaben Zistersdorf immer wieder die Möglichkeit, über Standards zum Anschlusstreffer zu kommen.

Welcher in der 60 Minute auch gelang. Prem tritt einen Freistoss Richtung Fünfmeterraum, Rötzer und ein weitere Zistersdorfer stehen alleine vor Tormann Hörstlhofer, der Ball geht allerdings an Freund und Feind vorbei ins Tor – wo waren hier bitte die zugeteilten Gegenspieler der beiden Zistersdorfer. Ein unglückliches Tor, nein, eigentlich ein dummes Tor, da es durchaus zu vermeiden bzw gar nicht notwendig gewesen wäre.

Jetzt witterte Zistersdorf natürlich nochmal die Chance und sie legten noch einen Gang zu. Auch die Chancen wurden immer besser – hier eine kleine Aufzählung: fast eine Kopie vom Anschlusstreffer, jedoch schoss Rötzer diesmal drüber; Eckball von links, ein Zistersdorfer kommt unbedrängt am 11er zum Kopfball – jedoch drüber; ein Weitschuss aus cirka 30 Meter klatscht an die Latte; und noch einige weitere gute Möglichkeiten – der Ausgleich war eigentlich nur mehr eine Frage der Zeit und in der 80 Minute war es dann soweit – leider unter kräftiger Mithilfe von Schiedsrichter Bidzinashirgendeiner.

Wieder mal segelt ein hoher Ball in unseren Strafraum, Prem läuft dem Ball hinterher, allerdings ohne Chance den Ball zu erwischen. Tormann Hörstlhofer kommt aus seinem Kasten, springt nach dem Ball, hat ihn auch bereits in den Händen, wird jedoch von Prem klar gefoult, in dem dieser einfach in den Schlussmann hineinläuft. Dieser verliert den Ball aus den Händen (es ertönt KEIN Pfiff des Schiedsrichters), der Abpraller kommt zu Lehner, dieser schiesst aufs Tor und erzielt, trotz zweier Abwehrspieler auf der Linie, den irregulären (wenn auch nicht unverdienten) Ausgleich. Hier muss einfach erwähnt werden, dass das ein Fehler vom Schiedsrichter war – ein klareres Foul gibts eigentlich gar nicht mehr.

Aber was soll man machen, Fakt ist trotzdem, das wir vorher schon darum gebettelt haben und für unser Spiel in der zweiten Hälfte bestraft wurden. Es hätte auch noch dicker kommen können, denn in der letzten Minute bekam Zistersdorf den nächsten, von uns unnötig verursachten Freistoss aus guter Distanz zugesprochen. Zillinger setzte den Ball, zu unserem Glück, aber ans Lattenkreuz, von dort ging der Ball an den Oberschenkel von Hörstlhofer und wieder Richtung Tor. Die Zistersdorfer setzen natürlich nach, es gelang uns aber den Ball irgendwie ins Torout zu befördern. Das 3-2 für Zistersdorf wäre natürlich der Supergau für uns gewesen, obwohl das auch nicht mal unverdient gewesen wäre, anhand des Aufwandes den sie betrieben und der Chancen die sie hatten.

Im Gegenzug schossen wir zweite Hälfte vielleicht drei-viermal aufs Zistersdorfer Gehäuse, konnten aber den jungen Koller nicht in Verlegenheit bringen. Mehr passierte dann nicht mehr, kurz darauf war Schluss – Gott sei Dank.

Resumee: Aufgrund der Chancenverteilung muss man fast von einem glücklichen Punkt sprechen. Zistersdorf gab nie auf, weswegen man zu dieser Leistung eigentlich gratulieren muss. Unsere Leistung zu beurteilen fällt mir eigentlich schwer – erste Hälfte hui, zweite Hälfte pfui – so könnte man sagen, wenn gleich auch die erste Hälfte nicht optimal war, aber haben wir wenigstens fast nichts zugelassen und noch offensiv Akzente setzen können/wollen. Für die letzte halbe Stunde hab ich leider keine Erklärung, aber nur soviel, wenn wir weiterhin die Punkte so leichtfertig herschenken, werden wir am Ende vielleicht die ganz böse Überraschung erleben. Es kann sich ja jeder ausrechnen, wo wir mit den sechs Punkten, die wir bereits verjuxt haben, stehen würden.